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Die Vorteile des Datensammelns im Internet

Privatsphäre im Netz ist heutzutage Luxusware. Nicht jede oder jeder kann sie sich leisten, denn sie kostet viel Mühe, Zeit und vor allem Erfahrung. Aber hat die Preisgabe von Daten nicht auch Vorteile? Automatisch ausgefüllte Anmeldefelder und optimierte Suchergebnisse erleichtern beispielsweise das Surfen im Internet und bieten bequeme Lösungen. Auch Empfehlungen für Produkte, die einen interessieren könnten, basieren auf Datensammlungen. Im folgenden Artikel werden die positiven Seiten der Datenspuren im Internet aufgezeigt.

Ein Rückblick

Das Internet existiert noch gar nicht so lange und doch scheint die Zeit vor Wikipedia, YouTube und Co. schon ganz weit weg. Wollte man beispielsweise früher ein neues Kuchenrezept ausprobieren, das nicht in den vorhandenen Rezeptbüchern stand, musste man entweder in eine Bibliothek fahren oder Freunde und Bekannte fragen. Informationen standen nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Da half mitunter nur der Griff zum Lexikon, das allerdings meist nur zu Hause stand und schnell veraltete. Die Lieblingssendung wartete nicht auf einen, es sei denn, man zeichnete sie mithilfe des Videorekorders auf. Und um Rechnungen zu bezahlen, war der Besuch einer Bank unumgänglich. Aus heutiger Sicht erscheint all das doch recht aufwändig und bisweilen antiquiert.

Schöne neue Medienwelt

Anfangs stand bei der Nutzung des Internets die Beschaffung von Informationen oder die Kommunikation per E-Mail im Vordergrund. Durch das sogenannte Web 2.0 besteht nun die Möglichkeit, das Netz aktiv mitzugestalten und noch vielfältiger mit anderen zu kommunizieren. Egal ob Rezepte, Heimwerkertipps oder Fotos – zu jedem Thema gibt es unzählige Inhalte auf Internetplattformen. Mittlerweile existiert kaum noch etwas, dass sich nicht im World Wide Web finden lässt. Der neue Kuchen, das Lexikon und die verpasste Lieblingssendung sind nur noch einen Klick entfernt,und das alles fast kostenlos. Denn außer den Zugangskosten zum Internet ist der Besuch von Websites mit den dort vorhandenen Informationen, bis auf ein paar Ausnahmen, kostenfrei.

Wie wird das bezahlt?

Anzunehmen, dass alle Inhalte im Internet kostenlos verfügbar sind, wäre naiv. Natürlich kostet das Programmieren von Websites oder die Bereitstellung von Informationen Geld. Daten von Nutzerinnen und Nutzern sind kostbare Waren, mit denen Firmen zielgerichtete Werbung schalten.  Gezeigt hat sich das am Beispiel der Post, die persönliche Adressen an Parteien weitergab. Die Parteien konnten die Daten für den Wahlkampf nutzen, um Wählerinnen und Wähler zielgerichtet anzusprechen. Hinterlegte Daten können aber auch persönliche Vorteile haben. Anmeldedaten lassen sich mit einem Klick ausfüllen und der Routenplaner kann Staus rechtzeitig vorhersagen und umgehen. Werbeflächen sind mit zugeschnittenen Produkten gefüllt. Wer daher schon länger auf der Suche nach einem bestimmten Produkt ist, kann durch die personalisierte Werbung vielleicht sogar ein Schnäppchen finden.

Und der Schutz der Privatsphäre?

Merkwürdig, dass man bei all diesen positiven Aspekten immer mehr zum Schutz privater Daten im Internet angehalten wird. Warum auf die Bequemlichkeit verzichten? Genau darauf geht Guido Steinke von der Verbraucher Initiative e.V. in seinem Artikel ein und beleuchtet die negativen Seiten der Datenspuren im Netz.

 

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 4. Mai 2018

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