Tipps vom Experten

Sicher einkaufen im Netz – ein Überblick

Das Internet wird gerne zum Einkaufen genutzt, denn hier lässt sich oft viel Geld sparen. Zahllose Unternehmen buhlen um Kundschaft. Eine Bestellung bei einem Onlinegeschäft kann schnell und mühelos aufgegeben werden – einfach die gewünschten Waren aussuchen, Lieferdaten eingeben und in einem letzten Schritt das Kaufangebot bestätigen.

 

 

Beim Einkauf im Netz sollten Sie zwei Grundregeln beherzigen:

  1. Prüfen Sie vor dem ersten Kauf in einem unbekannten Geschäft den Ruf des Unternehmens. Bewertungen anderer Nutzerinnen und Nutzer im Netz helfen dabei, sollten jedoch kritisch gelesen werden.
  2. Prüfen Sie zudem das Impressum der Seite. Möglicherweise hat das Unternehmen seinen Sitz im fernen Asien oder in den USA. Dann müssen Sie zusätzlich mit Zollgebühren und Problemen bei der Geltendmachung der Gewährleistung rechnen.

Beim Kauf von Waren und Dienstleistungen aus dem Internet haben Sie selbstverständlich dieselben Rechte wie beim Kauf in einem Geschäft. Genauso wie im herkömmlichen Versandhandel steht Ihnen bei Bestellung im Netz in den meisten Fällen ein vierzehntägiges Widerrufsrecht zu. Wenn Ihnen etwas gar nicht gefällt, können Sie die Ware einfach zurückschicken und erhalten das Geld zurück, ganz ohne Angabe von Gründen. Und natürlich sind auch die Händlerinnen und Händler im Internet dazu verpflichtet, Gegenstände im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung auszutauschen oder zu reparieren.

Grafik, worauf man achten sollte.Bestellungen aufmerksam prüfen!

Egal, was Sie einkaufen, und egal, wo Sie sich im Internet befinden, immer ist es wichtig, die einzelnen Bestellschritte aufmerksam zu überprüfen. Vor übereilten und ungewollten Vertragsabschlüssen schützt stets ein besonderer Warnhinweis: Ein Vertrag kommt erst dann wirksam zustande, wenn eine Bestellung ausdrücklich bestätigt wird.

Achtung beim Bezahlen!

In aller Regel verlangen Händlerinnen und Händler im Internet die Bezahlung per Vorkasse. Dies bedeutet, dass sie den Kaufpreis schon vor der Auslieferung der Waren erhalten wollen. Das Geld ist also schon weg, bevor die Ware überhaupt bei der Käuferin oder dem Käufer ankommt. Meist ist aber auch die Zahlung per Nachnahme möglich. Dann wird erst bei der Postbotin oder beim Postboten gezahlt. Wer sich die Möglichkeit offenhalten möchte, den gezahlten Betrag bei Problemen mit dem Anbieter zurückzuholen, kann eine Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren nutzen. Grundsätzlich sollten Sie Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge regelmäßig auf ungewollte Belastungen hin prüfen. Ihr Geldinstitut hilft, wenn jemand Geld abbucht, ohne dass Sie dazu Ihre Einwilligung gegeben haben.

Literatur- und Grafiknachweis:

Christian Gollner und Barbara Steinhöfel (Verbraucherzentrale RLP) (2014): Kapitel II: Wie steht es mit der Sicherheit im Internet? Aus: Nie zu alt fürs Internet! Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. S. 25-27. Frankfurt a.M.

Die Broschüre „Nie zu alt fürs Internet!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist über die Internetseite des BMFSFJ zu erhalten oder als Onlineressource einzusehen.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 1. Dezember 2015

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