Antivirenprogramme

Schadsoftware auf dem Smartphone abwehren

Ein Smartphone wurde von einem Virus befallen.

Dass der heimische Rechner oder Laptop vor Viren, Trojanern und Co. mit einem Programm geschützt werden muss, ist meist bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass es solche Schutzprogramme auch für Smartphones und Tablets gibt. Vor allem Android-Geräte können mit einer Antiviren-App ausgerüstet werden, um vor Gefahren aus dem Internet besser geschützt zu sein.

Smartphones und Tablets sind leider nicht immun gegen elektronische Schädlinge. Aufgrund des großen Marktanteils hört man allerdings vor allem von schädlicher Software auf Geräten mit dem Betriebssystem Android. Minimieren lässt sich das Risiko dadurch, dass man Apps nur über den Anbietershop „Play Store“ herunterlädt. Denn bevor Apps dort eingestellt werden, prüft Google sie auf schädlichen Inhalt. [Ergänzung, 29.02.2016:] Allerdings gelingt es Kriminellen offensichtlich trotzdem immer wieder, diese Sicherheitsmechanismen zu umgehen und als beliebte Spiele getarnte Apps im Play Store zu platzieren. Gerade bei Spiele-Apps sollten deshalb auch die Nutzerbewertungen aufmerksam und kritisch gelesen werden.

Welche Programme gibt es?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich ein entsprechendes Schutzprogramm aufs Smartphone holen. So gut wie alle großen Anbietern von Antivirenprogrammen, die man aus dem PC-Bereich kennt, haben auch entsprechende Apps für mobile Geräte im Angebot. Dabei gibt es sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Dienste.

Stiftung Warentest hat Anfang des Jahres 13 Sicherheitsprogramme getestet und empfiehlt darunter die Apps Avast, Norton und Eset.

Wer unsicher ist, wie man eine App auf dem Gerät installiert, findet hier eine Video-Anleitung.

Wie funktioniert eine Antiviren-App?

Einmal installiert, laufen die meisten Sicherheitsprogramme im Hintergrund und stören deshalb nicht. Auf dem neuesten Stand gehalten werden die Apps durch sogenannte Updates, die automatisch und manuell gemacht werden können. Öffnet man die App, kann man meist einen Geräte-Scan durchführen, der nach potenziellen Bedrohungen auf dem Smartphone oder Tablet sucht; dieser kann auch in regelmäßigen Abständen (zum Beispiel wöchentlich) geplant werden.

Kostenlose Apps wollen oft auf die entsprechende Pro- oder Vollversion „upgraden“, um alle Funktionen bereitzustellen. Hier muss man entscheiden, ob man bereit ist, für mehr Schutz Geld auszugeben oder nicht.

Welchen zusätzlichen Schutz bieten die Apps?

Laut Stiftung Warentest ist es wahrscheinlicher, das Smartphone zu verlieren, als sich Schadsoftware auf dem Gerät einzufangen. Aus diesem Grund gibt es in vielen Antivirenprogramme auch Funktionen, die im Falle des Verlusts helfen sollen, das Gerät aus der Ferne zu orten, zu sperren und die Daten darauf zu löschen. Außerdem bieten viele Sicherheitsprogramme zusätzlich Schutz vor Phishing: Sie erkennen gefälschte Websites, mit denen Betrüger versuchen, an Passwörter und Zugangsdaten zu gelangen, und schlagen Alarm.

Sicherheitslücken im Betriebssystem und in Anwendungen werden vom Hersteller oft mit sogenannten Updates geschlossen. Deshalb sollte man darauf achten, dass alle Programme auf dem Smartphone oder Tablet aktuell sind, also alle verfügbaren Updates installiert wurden.

Weiterführende Links:

Testbericht der Stiftung Warentest zu Sicherheits-Apps

Virenschutz fürs Smartphone – ja oder nein?

Schutz vor Schadsoftware, Viren und Co.: Vertrauen ist gut – Vorsorge besser

Was sind Computerschädlinge: Von Viren, Würmern und Trojanern

Hilfe gegen Viren: Wenn Viren den Rechner befallen

 

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 11. Februar 2016

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