Das eigene Programm selbst gestalten

Videoportale – Unterhaltung und Mitmachangebote

Filmklappe für Regisseure steht vor weißem Hintergrund und symbolisiert das Mitmachen im Netz.

Das Web 2.0 ist bestimmt durch die Nutzung vielfältiger Angebote und die Möglichkeit, diese aktiv mitzugestalten. Immer beliebter werden Videoportale, auf die Nutzerinnen und Nutzer zum einen eigene, selbst erstellte Beiträge laden können. Zum anderen ist auch das Anschauen von Filmen und Serien sehr beliebt. Darunter finden sich unter anderem Tutorials zum Stricken, Grillanweisungen, Kurzfilme oder Musikvideos.

 

Faszination Videoportal

Videoportale bieten Filme zu jedem erdenklichen Inhalt, jederzeit abrufbar und für jedermann. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Nutzerinnen und Nutzer Inhalte nicht nur ansehen, sondern auch selbst hochladen, die Seite und ihre Inhalte also selbst mitgestalten können. Wer nur Videos schauen möchte, braucht in den meisten Fällen keinen Account und kann das Angebot bei vielen Portalen kostenlos nutzen. Um Videos hochzuladen, zu teilen oder zu kommentieren, muss man sich jedoch anmelden und ein eigenes Profil erstellen. Die Registrierung für einen Account ist bei den meisten Videoportalen kostenfrei. Es gibt aber auch kostenpflichtige Premium-Accounts, die erweiterte Funktionen bereithalten.

Videoportale leben durch die sogenannte Community, in der eigene hochgeladene Videos geteilt und bewertet werden. So entsteht eine Mitmach-Kultur, die noch dazu einen kleinen oder durchaus auch großen Zustrom von Zuschauerinnen und Zuschauern erzielen kann.

Die Videos können direkt auf dem Portal abgerufen und angesehen werden, d.h. die Inhalte müssen nicht heruntergeladen werden. Dies ist bekannt als Streaming oder zu Deutsch „Datenfluss“. Im Gegensatz zum Downloaden werden beim Streamen die Dateien nicht direkt und dauerhaft auf der PC-Festplatte gespeichert, sondern im Arbeitsspeicher zwischengespeichert. Sobald die Seite verlassen und der PC heruntergefahren wird, sind die Daten gelöscht. Die Zwischenspeicherung der Daten erkennt man häufig an den Ladezeiten der Videos. Zu den bekanntesten Videoportalen gehören YouTube, MyVideo, Clipfish, Vimeo und Dailymotion.

Welche Angebote gibt es noch?

Im Sprachgebrauch finden sich unter dem Begriff „Videoportale“ häufig auch Anbieter, die eher als Videothek bezeichnet werden können oder sich selbst auch so bezeichnen. Sie werben meist mit Video-on-Demand-Angeboten, also mit der dauerhaften Bereitstellung von Filmmaterial. Videotheken bieten zudem die Möglichkeit, sich den eigenen Wunschfilm auf den eigenen PC oder Fernseher herunterzuladen oder per Stream im Netz anzugucken.

Ein Unterschied zu Videoportalen liegt beispielsweise darin, dass Videotheken kostenpflichtig sind. Ihre Inhalte umfassen dafür aber unter anderem aktuelle Filme und Serien, wie sie beispielsweise von einem Videoverleih angeboten werden. Eine Mitmachkultur wie bei den Videoportalen ist hier nicht gegeben. Die bekanntesten Videotheken sind Maxdome, Amazon Prime Instand Shop, Watchever und Netflix.

  • YouTube ist das weltweit größte Videoportal, es wurde 2005 gegründet und gehört zum Google-Konzern.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 1. April 2015

Kommentare sind geschlossen.