Fernsehen im Internet

Der Weg zum eigenen Programm

Der Reiter "Sendung verpasst" der ARD-Mediathek ist aufgerufen.

Den Hauptfilm oder die Lieblingsserie im Fernsehen verpasst? Kein Problem, die meisten öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender bieten mittlerweile Mediatheken an, die Teile aus dem TV-Programm für längere Zeit online zur Verfügung stellen.

In ihren Mediatheken stellen die Fernsehsender Teile ihres Programms, wie zum Beispiel Filme, Serien oder TV-Shows online, sodass diese für einen bestimmten Zeitraum abrufbar sind. Auf diese Weise können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer die Fernsehsendungen, die sie beispielsweise verpasst haben, rund um die Uhr ansehen. Der Fachbegriff für dieses Prinzip lautet Video-on-Demand (Video auf Abruf). Beim Ansehen des Videos wird es im Zwischenspeicher des Computers vorgeladen, damit es flüssig abgespielt werden kann. Diesen Vorgang nennt man Streamen. Die Dateien werden dabei aber nicht heruntergeladen und dauerhaft auf der PC-Festplatte gespeichert, sondern nur temporär, also für kurze Zeit, im Zwischenspeicher.

Ein besonderes Merkmal von Mediatheken ist, dass ihre Inhalte von den Redaktionen der Fernsehsender eingestellt und gepflegt werden. Das heißt auch, dass das Einstellen von eigenen Videos oder Kommentaren der Nutzerinnen und Nutzer nicht möglich ist, für sie entfällt also der Mitmach-Effekt eines Videoportals.

Einen Unterschied gibt es zwischen Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und der privaten Sender. So stellen ARD, ZDF, 3Sat und SWR ihre Angebote kostenlos zur Verfügung. Sie dürfen diese aber meist nur eine oder zwei Wochen online stellen. Die Privatsender, wie RTL, Sat.1, ProSieben oder VOX, hingegen unterteilen ihre Beiträge in kostenfreie und kostenpflichtige Angebote. So werden oft die kostenfreien Sendungen nach sieben Tagen kostenpflichtig.

Um die Angebote in vollen Zügen genießen zu können, ist eine schnelle Internetleitung notwendig. Empfohlen wird bei Filmen in HD-Qualität eine DSL-Leitung von mindestens 6.000 kBits/sec. Für Filme in niedrigerer Qualität reichen auch DSL-Leitungen von 1.000- 3.000 kBits/sec. aus. Weitere Faktoren, die ebenso wichtig sind, um das Angebot der Mediatheken zu nutzen, sind der Browser und ein dazugehöriger Webplayer. Letzterer ist eine Webbrowsererweiterung und wird benötigt, damit das Video entschlüsselt und abgespielt werden kann. Diese Web-Player werden in der Regel automatisch aktualisiert, um so immer die aktuellsten Videoformate abspielen zu können.

  • Mediatheken bieten auf ihren Startseiten bereits eine Auswahl ihrer Beiträge zum Ansehen an.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 1. April 2015

Kommentare sind geschlossen.