Internetspeicher

Vor- und Nachteile von Clouds

Eine dunkle Wolke steht über einem Haus, in der Wolke der Schriftzug "Cloud-Speicher".

Speicherplatz im Internet – das bieten Cloud-Dienste wie Dropbox, Microsoft OneDrive, Apple iCloud und viele andere an. Über einen Internetzugang lassen sich die gespeicherten Bilder oder Dokumente vom jedem beliebigen Computer, Smartphone oder Tablet aus abrufen, ein Kopieren von einem Gerät zu einem anderen ist so nicht nötig. Welche Vorteile hat diese Speichermöglichkeit? Und welche Nachteile? Ein Überblick.

 

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Vorteile

Seine Daten im Internet zu speichern, kann sehr praktisch sein. Folgende Aspekte sprechen für eine Nutzung von Clouds:

Clouds bieten Datenzugriff von überall aus.
Speichert man Daten in einer Cloud, liegen sie nicht auf einem bestimmten Gerät, sondern auf den Rechnern des Cloud-Anbieters. Dieser ermöglicht den Zugang zu den Daten über das Internet. Notwendig ist lediglich ein Benutzerkonto. Unabhängig von Gerät oder Ort hat man also Zugriff auf seine Daten. So kann es nicht mehr passieren, dass man gerne Bilder zeigen möchte, das entsprechende Gerät, auf dem diese gespeichert sind, aber gerade nicht bei sich hat.
Clouds ermöglichen eine Datensicherung außerhalb von zu Hause.
Die eigenen Daten regelmäßig zu sichern, ist immer sinnvoll. Oft werden dafür externe Festplatte oder ähnliche Speichermedien genutzt. Auch Clouds können hier sehr praktisch sein: Denn zum einen kümmert sich ein externer Anbieter um die Sicherheit der Daten (s. auch Nachteile), zum anderen ist die Sicherungskopie der Daten so außerhalb von zu Hause aufbewahrt. Im Falle eines Brandes oder eines Einbruchs wären so nicht alle Daten mitsamt der Sicherungen auf einmal weg.
Über Clouds ist eine Zusammenarbeit mit anderen möglich.
Viele Cloud-Anbieter bieten die Möglichkeit, in Clouds gespeicherte Daten mit anderen Nutzerinnen und Nutzern zu teilen oder sie gemeinsam zu bearbeiten. Diese Funktionen können sehr sinnvoll sein, beispielsweise um Urlaubsbilder zu tauschen oder um gemeinsam ein Dokument zu pflegen und aktuell zu halten.
Cloud-Anbieter kümmern sich um die Daten.
Werden Daten an einen Cloud-Anbieter gegeben, so wird sich dieser auch darum kümmern, dass die Daten sicher sind, sie also nicht beispielsweise versehentlich gelöscht werden. Sicherungen der Daten, sogenannte Backups, werden diese professionellen Anbieter natürlich in ganz anderem Maße machen als die meisten privaten Anwenderinnen und Anwender. Dies ist ein großer Vorteil, gleichzeitig kann es aber auch ein Nachteil sein (s. auch Nachteile).
Clouds bieten theoretisch unbegrenzten Speicherplatz.
Viele Cloud-Anbieter ermöglichen die Nutzung von Internetspeicherplatz zunächst einmal kostenfrei. Möchte man den zur Verfügung gestellten Speicherplatz erweitern oder mehr Möglichkeiten nutzen, kann man meist kostenpflichtige Dienste hinzubuchen.

Nachteile

Leider gibt es auch einige kritische Aspekte, die bei der Cloud-Nutzung beachtet werden müssen. Man sollte sich folgender Tatsachen bewusst sein:

Cloud-Daten sind an die Internetverbindung gebunden.
Da Cloud-Daten nur über eine Internetverbindung abgerufen werden, sollte man vor der Nutzung prüfen, wie gut und schnell die Internetverbindung an den Orten ist, an denen man plant, die Cloud zu nutzen. Gerade in ländlichen Gegenden kann das Kopieren von Daten auf eine oder von einer Cloud sehr viel Zeit beanspruchen. Bei Smartphones oder Tablets mit mobiler Internetnutzung über den Mobilfunkvertrag sollte man zusätzlich noch die hoch- oder heruntergeladenen Datenmengen im Auge behalten, da je nach Tarif die Geschwindigkeit gedrosselt werden oder zusätzliche Kosten anfallen könnten.
Bei größeren Datenmengen können Kosten anfallen.
Vor Auswahl des Cloud-Anbieters sollte man prüfen, wie viel Speicherplatz man kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt und welche weiteren Funktionen man zusätzlich buchen kann. Ab einer gewissen Datenmenge kann es nötig sein, mehr Speicherplatz kostenpflichtig zu erwerben.
Daten werden einem externen Anbieter anvertraut.
Bevor Daten einem Anbieter anvertraut werden, sollte man diesen genau prüfen. Zum einen sind dies ganz praktische Angelegenheiten (Wie viel Speicherplatz wird (kostenlos) angeboten? Sind passende Apps und Zugänge für die eigenen Geräte vorhanden?), zum anderen stellt sich aber auch die Frage, wie vertrauenswürdig der gewählte Anbieter ist, also beispielsweise, wie mit den Daten umgegangen wird. Man sollte sich bewusst sein, dass man seine Daten in fremde Hände gibt. Es kann natürlich auch vorkommen, dass ein Cloud-Anbieter seinen Dienst einstellt und man die Daten wieder an einem anderen Ort speichern muss.
Der Speicherort der Daten ist (weitestgehend) unbekannt.
Wie der Name „Cloud“ (zu Deutsch: Wolke) schon andeutet, ist für die Nutzerin oder den Nutzer eines Cloud-Dienstes gar nicht ersichtlich, wo genau „im Internet“ die Daten gespeichert sind. Der Cloud-Anbieter nutzt Rechenzentren dafür, die theoretisch auf der ganzen Welt sein können. Aus diesem Grund ist es sinnvoll zu prüfen, wo der sogenannte „Server-Standort“ des Anbieters ist. Mittlerweile werben viele Cloud-Anbieter damit, ihre Rechenzentren in Deutschland stehen zu haben, denn dann gilt auch das (strengere) deutsche Datenschutzrecht. Prüfen sollte man zusätzlich bei der Auswahl der Cloud auch, wer alles Zugriff auf die Daten hat, welche Subunternehmer noch eingeschaltet werden und ob die Daten beim Transport und der Lagerung in der Cloud verschlüsselt werden.
Ein Passwort dient als Schlüssel zu den Daten.
Nicht zuletzt sollte man beachten, dass man bei einem Cloud-Anbieter ein Online-Konto besitzt. Das bedeutet, durch Eingabe der Benutzerdaten (meist E-Mail-Adresse und selbstgewähltes Passwort) gelangt man an die hinterlegen Daten. Im Sinne der Datensicherheit sollte man also ein sicheres Passwort wählen, es geheim halten und regelmäßig ändern.

 

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 8. Juli 2019

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