Datenübertragung per Mobilfunknetz

Mal schnell, mal langsam – Geschwindigkeiten des mobilen Internets

Ein Smartphone Bildschirm auf dem die Datengeschwindigkeit gezeigt wird.

Das mobile Internet ist dank moderner Technologien fast immer und überall verfügbar, allerdings variiert die Surf-Geschwindigkeit teilweise erheblich. Denn je nach Region und Anbieter ist der Ausbau des Mobilfunknetzes unterschiedlich weit vorangeschritten. Die Geschwindigkeit, mit der man aktuell mobil im Internet unterwegs ist, erkennt man an den Kürzeln der Mobilfunkstandards, die im Display des mobilen Endgeräts angezeigt werden. Doch welcher Standard steht hinter welchem Kürzel und welche Geschwindigkeit hinter welchem Standard?

2014-07-10 Geschwindigkeit GGPRS (General Packet Radio Service) ist ein älterer Übertragungsstandard, der von allen aufgeführten Verbindungen die langsamste Datenübertragungsgeschwindigkeit zulässt. Extrem lange Ladezeiten für Internetinhalte sind die Folge. GPRS beruht auf dem ersten globalen und erstmals volldigitalen Mobilfunkstandard GSM (Global System for Mobile Communications). Der GSM-Standard wird zur Telefonie und dem Versand von SMS genutzt, GPRS dagegen zur Datenübertragung, also die Internetnutzung. Im Vergleich zu früheren analogen Funknetzen werden diese Standards auch als 2. Generation, deshalb auch 2G des Mobilfunks bezeichnet.

2014-07-10 Geschwindigkeit EEDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) ist ein Mobilfunkstandard, der einen Zwischenschritt zwischen GPRS und UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) darstellt. Im Wesentlichen wird bei EDGE das vorhandene GPRS-System genutzt und modifiziert, wodurch eine höhere Geschwindigkeit erreicht werden kann.

2014-07-10 Geschwindigkeit 3GDer UMTS-Standard (Universal Mobile Telecommunications System) wird auch als 3. Generation des Mobilfunks und deshalb auch 3G bezeichnet. Er stellt einen Durchbruch in Sachen Datenübertragungsgeschwindigkeit mittels Mobilfunknetzen dar, so kann man beispielsweise mit UMTS auch Videos mobil anschauen.

2014-07-10 Geschwindigkeit HHSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und HSPA+ (High Speed Packet Access) sind der Turbo für den UMTS Übertragungsstandard und ermöglichen potenziell Geschwindigkeiten wie beim heimischen DSL. Sie stellen damit einen Zwischenschritt zwischen UMTS und LTE dar.

2014-07-10 Geschwindigkeit LTELTE (Long Term Evolution) ist die 4. Generation, auch 4G der Mobilfunkstandards, die sehr große Datenübertragungsgeschwindigkeiten zulässt. So kann es auch als Ersatz zu einem heimischen Kabel- oder DSL Anschluss infrage kommen – jedoch nur in den Regionen, in denen LTE bereits ausgebaut ist. Um LTE nutzen zu können, müssen mobile Endgeräte LTE-fähig sein.

 

Literatur:
Preßmar, Florian; Wein, Jeanine (2014): Das mobile Internet. In: Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz; Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. (Hrsg.): Silver Surfer – Sicher online im Alter. Mobiles Internet & Smart-Technologien. Neustadt/Wstr. Seite 8.

Externer Link:
Der Breitbandatlas zeigt für Deutschland auf, wo man schnelles Internet bekommen kann.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 22. Juli 2014

Lizenz: Für den Text auf dieser Seite gilt: CC-BY-ND 3.0 DE

Kommentare sind geschlossen.