Telefon, Internet, SMS – darauf kommt es an

So findet man den passenden Smartphone-Tarif

Stichworte zur Auswahl eines Handytarifs an einer Tafel.

Wer sich ein neues Smartphone kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Zwischen unzähligen Geräten muss man sich entscheiden. Aber auch der passende Vertrag sollte gut überdacht werden. Mit einem Pauschaltarif unbesorgt telefonieren und surfen oder doch lieber die Kosten niedrig halten und nach Gebrauch bezahlen? Kurz gesagt: Nicht jeder Tarif passt zu jedem Nutzertyp. Nützliche Fragen und Tipps gibt es in diesem Artikel.

Möchte man heutzutage ein neues Handy kaufen, so stehen fast nur noch Smartphones zur Auswahl. Der Unterschied zwischen einem Handy und einem Smartphone ist in erster Linie, dass Smartphones kleine Computer sind, in denen sehr viele Sensoren verbaut sind und die darauf ausgerichtet sind, ständig mit dem Internet verbunden zu sein.

Handy oder Smartphone?

Das heißt im Umkehrschluss: Wer lediglich telefonieren und SMS schreiben möchte, dem reicht vielleicht ein klassisches Handy. Wer aber im Internet surfen und Apps nutzen möchte, der sollte zu einem Smartphone greifen.

Und gerade wenn man sich ein Smartphone kauft, sollte man auf die Auswahl des richtigen Tarifs achten. Ein klassischer Vertrag setzt sich meistens aus drei Bausteine zusammen: Telefonie, SMS und (mobiles) Internet. Ein genereller Unterschied ist immer, ob man nach Verbrauch abrechnen lässt oder lieber einen Pauschaltarif, eine sogenannte Flatrate, wählt. Aber auch die Wahl des Anbieters und des damit verbundenen Mobilfunknetzes ist wichtig.

Legen Sie niemals die SIM-Karte Ihres alten Handys in Ihr neues Smartphone, ohne den Tarif anzupassen. Smartphones sind darauf ausgelegt, sich mit dem Internet zu verbinden. Die Kosten dafür sind mit Ihrem alten Handyvertrag meist nicht oder zu sehr ungünstigen Konditionen abgedeckt.

Telefonie: Wie gesprächig ist man?

Bei der Auswahl des richtigen Telefonie-Tarifs hängt es davon ab, wie viel am Smartphone telefoniert werden soll. Zum einen existieren Pauschaltarife, sogenannte Flatrates, mit denen man zu einem festen Preis in alle oder in bestimmte Netze so viel telefonieren kann, wie man möchte. Zum anderen gibt es Tarife mit einem Kontingent an Freiminuten. Hat man diese Freiminuten aufgebraucht, wird nach Verbrauch abgerechnet.

Kurznachrichten: SMS oder doch lieber Instant Messenger?

Wer gerne klassische SMS verschickt, kann ebenfalls über ein entsprechendes Freikontingent oder einen Pauschaltarif nachdenken. Insgesamt geht die Nutzung von SMS jedoch zurück. Sehr beliebt sind mittlerweile sogenannte Instant Messenger. Das sind kleine Programme, Apps, die man kostengünstig oder kostenlos auf dem eigenen Gerät installieren kann. Mit diesen ist das Verschicken von Kurznachrichten über die Internetverbindung (siehe unten) des Geräts möglich. Kosten für SMS fallen hier nicht an. Ein weiterer Vorteil: Nicht nur Textnachrichten können über diese Programme verschickt werden, sondern auch Bilder, Audionachrichten und sogar Videos. Auch Gruppenkommunikation ist hier möglich. Allerdings muss der Empfänger das gleiche Programm auf seinem Smartphone installiert haben.

Datentarif: Internet von unterwegs aus

Vorneweg: Smartphones sind kleine Computer, die darauf ausgelegt sind, das Internet zu nutzen. Wer ein Smartphone hat, kommt nicht umhin, sich über einen entsprechenden Datentarif Gedanken zu machen. Auch hier gibt es Flatrates (oft Datenflatrate, Surf-Flatrate oder Internet-Flatrate genannt). Dabei bezahlt man einen festen Preis für die Nutzung von Internetdiensten. Allerdings bezieht sich die beworbene Geschwindigkeit meist nur auf eine vereinbarte Datenmenge (z.B. 100 MB, 500 MB oder 1 GB). Hat man diese Datenmenge aufgebraucht, also viele Internetdienste genutzt, wird die Geschwindigkeit extrem reduziert. Hier spricht man von Drosselung. Weiter im Internet zu surfen mit dieser geringen Geschwindigkeit, macht dann keinen Spaß mehr.

Wer Internetdienste von unterwegs aus nur sporadisch nutzen möchte, kann die mobile Internetverbindung am Gerät ausschalten. Dann werden aber auch beispielsweise E-Mails nicht mehr automatisch abgerufen oder Nachrichten aktualisiert.

Der Anbieter: Guter Empfang – schlechter Empfang?

Funklöcher oder schlechte Sprachqualität beim Telefonieren können ganz schön nerven. Für den Empfang ist der jeweilige Anbieter verantwortlich – also Telekom, Vodafone, E-Plus oder O2. In der Regel ist Empfang grundsätzlich an den meisten Orten gegeben, in Gebäuden kann das allerdings schon wieder anders aussehen. Wer vorher recherchieren möchte, sollte sich auf den Internetseiten der Netzbetreiber informieren, wie gut Netzabdeckung und den Netzausbau sind (Telekom, Vodafone, E-Plus, O2. Dabei sollte man nicht nur auf guten Empfang zu Hause achten, denn das Smartphone nutzt man ja auch viel unterwegs.

Wer schnelles Internet mobil auf dem Handy nutzen möchte, sollte darauf achten, ob in seiner Region LTE bzw. 4G verfügbar ist. Hier ist der Ausbau in Deutschland aktuell noch sehr unterschiedlich.

Auch Prepaid-Modelle sind möglich. Sie eignen sich für Einsteiger und für Menschen, die keine langen Vertragslaufzeiten, hohe Grundgebühren oder Überraschungen in Form von hohen Rechnungen am Monatsende haben wollen.

Neben den großen Anbietern gibt es auch viele sogenannte Mobilfunkdiscounter – das erhöht die Anzahl der Angebote. Trotzdem sollte man sich für die Wahl des richtigen Tarifs Zeit lassen und auch das Kleingedruckte sorgfältig lesen. Und auch wenn ein bestimmtes Angebot angeblich „nur heute“ gilt, sollte nicht vorschnell unterschrieben werden. Es ist hilfreich, sich vorher zu überlegen, was man nutzen will, und sich entsprechend beraten zu lassen. Dann findet man einen Smartphone-Tarif, der passend ist.

Quelle:

https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/mediabig/1159621A.pdf

Wer bei der Kündigung des Vertrags den Mobilfunkanbieter wechseln möchte, sollte sich auf Tricks des alten Anbieters gefasst machen. Die Süddeutsche Zeitung berichtet z. B. von der Rückruf-Masche.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 11. Dezember 2015

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