Die Qual der Wahl

So findet man den passenden Instant Messenger

Man sieht einen Instant Messenger auf einem Smartphone und Zahnräder.

Instant Messenger bieten viele Möglichkeiten, mit Verwandten und Bekannten zu kommunizieren: etwa das Verschicken von Textnachrichten an die Enkel oder den Austausch von Bildern und Videos mit Urlaubsbekanntschaften. Wie wählt man aber den richtigen Nachrichtenübermittler aus der Vielzahl an Angeboten aus? Was muss man bei der Installation von Instant Messengern beachten? Und wie schützt man die eigene Privatsphäre? Diese Fragen beantwortet der folgende Artikel.

Bevor man sich für ein bestimmtes Programm entscheidet, ist es sinnvoll herauszufinden, welches Programm der eigene Freundeskreis überwiegend nutzt. Hier hilft auch ein Blick in die eigene Familie: Da viele junge Menschen heute Instant Messenger nutzen, lohnt es sich, die eigenen Kinder und Enkel zu fragen, welches Programm sie verwenden. Denn ohne Freunde in der Freundesliste macht ein Instant Messenger keinen Sinn. Auch bei Fragen zur Benutzung können eventuell Kinder und Enkel helfen.

Wenn man sich für einen bestimmten Instant Messenger entschieden hat, kann man das Programm auf der Anbieterseite herunterladen und installieren. Nach der Installation greift man auf ein bestehendes Nutzerkonto zu oder erstellt ein neues. Instant Messenger für Smartphones oder Tablets kann man als App aus dem jeweiligen Anbietershop etwa Google Play oder dem AppStore herunterladen.

Bei der Installation eines Instant Messengers sollte man darauf achten, dass man alles genau durchliest, anschaut und nicht gewünschte Optionen wegklickt. Des Öfteren versuchen Anbieter bei der Installation von Programmen, zusätzliche Anwendungen wie Toolbars zu installieren oder Einstellungen wie die Startseite im Browser oder Suchoptionen am Computer zu verändern. Dies ist zwar in den meisten Fällen nicht schädlich, kann aber ziemlich störend sein.

Bei der Erstellung eines neuen Benutzerkontos sollte darauf geachtet werden, nur die Daten anzugeben, die auch später von anderen Personen gesehen werden sollen. Wichtig ist auch, nach dem ersten Start des Programms die Privatsphäre-Einstellungen anzupassen, also anzugeben, wer welche persönlichen Daten wie Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Namen sehen darf. Bei den meisten Programmen sind bereits Einstellungen vorgegeben, häufig sind diese aber so gewählt, dass alle Daten für alle Nutzer sichtbar sind. Die Privatsphäre-Optionen finden sich häufig unter dem Menüpunkt Einstellungen oder Profil.

Liste mit bekannten Instant Messegern.

Die meisten der heutigen Instant Messenger neigen dazu, die Vielfalt der Optionen zunehmend zu erweitern. Das kann zu einer zu großen Fülle an Informationen und Einstellungsmöglichkeiten führen und bringt auch versierte Nutzer manchmal aus dem Konzept. Manche Anbieter wechseln auch innerhalb eines Programms die Sprache, das heißt einige Teile des Programms sind beispielsweise in Englisch, andere in Deutsch. Das verwirrt und trägt nicht zur besseren Orientierung des Nutzers bei. Für absolute Anfänger in Sachen Instant Messaging ist daher zu empfehlen, sich Unterstützung innerhalb der eigenen Familie, bei Freunden oder Bekannten zu suchen. Gemeinsam geht es eben oft besser.

Literaturnachweis:

Florian Preßmar (2015): Kapitel 5.1: Kommunikation im Netz. Aus: Silver Surfer – Sicher online im Alter. Lernbuch für aktive Internetnutzer. Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. 3. Auflage. S. 76-80. Bernkastel-Kues.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 10. März 2016

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