Passwortsafe

Ordnung im Passwörter-Chaos

Man sieht das Tastenfeld eines Tresors.

Passwörter sind die Schlüssel zur digitalen Welt. Je länger und komplexer sie sind, desto mehr Schutz versprechen sie – egal ob für Onlinebanking, Ebay, Amazon oder Facebook. Jede Anwendung sollte ein eigenes Passwort haben, das zudem regelmäßig geändert werden sollte. Doch wie behält man bei den wachsenden Mengen den Überblick? Eine Lösung für dieses Problem versprechen Passwortsafes.

Passwortmanager oder Passwortsafes sind Programme, die Passwörter für verschiedene Anwendungen verschlüsselt speichern können – das Programm selbst ist wiederum mit einem Masterpasswort geschützt. Der Vorteil dieser Anwendungen: Man muss sich nur das Masterpasswort merken, alle anderen Passwörter werden bei Bedarf aus dem Programm herauskopiert. Der Wahl von kryptischen Passwörtern wie „nP05RvUk%O#13“ steht also nichts mehr im Wege. Vergleichbar ist ein Passwortsafe also mit einem Tresor, in dem man wertvolle Dinge hinterlegt und den man mit einem bestimmten Code öffnen kann.

Wie sicher sind Passwortsafes?

Zunächst einmal können Passwortmanager nur so sicher sein wie ihr Masterpasswort. Da dieses den Zugang zu allen anderen Passwörtern schützt, sollte es mit Bedacht ausgewählt werden.

Wie ein sicheres Passwort aussieht, erklärt Helmut Eiermann vom Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz.

Außerdem unterscheidet man zwei Arten von Passwortsafes: Online- und Offline-Versionen. Online-Dienste speichern die Passwörter auf Servern im Internet – hier muss man also dem jeweiligen Anbieter vertrauen, dass er die Daten genügend vor fremden Zugriffen schützt. Der Vorteil dieser sogenannten cloudbasierten Dienste ist, dass man so seine Passwörter auch über verschiedene Geräte hinweg immer „mit dabei“ hat.

Offline-Anwendungen speichern die Passwörter auf der eigenen Festplatte im Computer oder Tablet. Das ist zwar weniger komfortabel, weil die Daten nur auf einem Gerät gespeichert sind, dafür muss man die Passwörter nicht in andere Hände geben. Ein kostenfreies Programm ist beispielsweise KeePass (Download beispielsweise über Heise).

Lohnt sich ein Passwortsafe?

Ob man Passwortsafes benutzen möchte, muss jeder Nutzer und jede Nutzerin für sich selbst entscheiden. Auch wenn es – gerade bei den bequemeren cloudbasierten Diensten – schon Meldungen über Datendiebstähle gab, sind Passwortsafes nicht grundsätzlich als unsicher zu bezeichnen. In jedem Fall sind sie besser als schlechte Passwörter.

Wem es schwerfällt, sich sichere Passwörter auszudenken, kann sich solche in einem Passwortsafe oder durch einen Passwortgenerator erstellen lassen.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 1. April 2016

Kommentare sind geschlossen.