Verschlüsselte Messenger in der Übersicht

WhatsApp, Threema, Signal und Co.

Viele Messenger-Apps sind heute standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt – Dritte können also unterwegs nicht mitlesen. Trotzdem gibt es bei einigen Messengern Sicherheitslücken. Die Redaktion von Mobilsicher.de gibt einen Überblick über die beliebtesten Apps und listet ihre Vor- und Nachteile auf.

 

 

Was sind verschlüsselte Messenger?

Mit Messenger-Apps lassen sich Textnachrichten, Bilder, Videos und Dateianhänge über das Internet verschicken. Inzwischen gehören auch Gruppenchats und Internet-Telefonie zu den Standard-Funktionen. Messenger unterscheiden sich damit von der SMS-Funktion, bei der Text- oder Bildnachrichten über das Mobilfunknetz geschickt werden.
Lange Zeit verschickten Messenger-Apps Nachrichten weitgehend ungesichert über das Internet. Dritte konnten sehr einfach mitlesen. Erst seit den Enthüllungen des US-amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden begannen die Anbieter nach und nach, Verschlüsselungsverfahren einzuführen.

Goldstandard: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Am sichersten ist es dabei, wenn die Nachricht direkt vom Absendergerät verschlüsselt wird und zwar so, dass nur das Empfängergerät sie wieder entschlüsseln kann.
Dieses System nennen Experten „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“. Inzwischen gibt es viele Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Jede davon hat ihre Besonderheiten, ihre Vor- und Nachteile. Die beliebtesten stellt die Mobilsicher-Redaktion hier vor:

Signal: Die Mutter aller Krypto-Messenger

Das Verschlüsselungsprotokoll von Signal gilt als Goldstandard in der Kryptoszene. Der Messenger startete 2008, er war der erste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Betrieben wird er von der nichtkommerziellen Organisation „Open Whisper Systems“ mit Sitz in den USA. Den ganzen Text gibt es auf Mobilsicher.de

Telegram: Russische Option für kompetente Nutzer

Der populäre russische Messenger Telegram setzt ganz auf gute Nutzbarkeit. Doch Vorsicht: Chats sind standardmäßig nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch ist der Umgang mit Metadaten nicht ganz transparent. Wegen rigider russischer Gesetze sitzt der Anbieter nun in Dubai. Den ganzen Text gibt es auf Mobilsicher.de

Threema: Schweizer Qualität für kleines Geld

Der Messenger der Schweizer Threema GmbH existiert seit 2012 und ist bei Bedarf anonym nutzbar. Obwohl nicht quelloffen (Open Source) genießt er einen hervorragenden Ruf. Die App kostet 2,99 Euro und ist für Android und iOS verfügbar. Den ganzen Text gibt es auf Mobilsicher.de

Wire: Newcomer vereint Design und Sicherheit

Wire startete seinen Dienst erst 2014, der Sitz des Anbieters ist in Berlin und in der Schweiz. In unserer Pro- und Contra-Bewertung schneidet er am besten ab. Er lässt sich anonym nutzen, geht pfleglich mit Nutzerdaten um und bietet nette Extras, die Spaß machen. Den ganzen Text gibt es auf Mobilsicher.de

WhatsApp: Marktführer aus dem Hause Facebook

Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen WhatsApp weltweit. Nachrichten sind mit dem Signal-Protokoll verschlüsselt. Kritikpunkt: WhatsApp sammelt viele Metadaten und teilt Nutzerdaten mit Facebook – darunter auch die eigene Telefonnummer. Den ganzen Text gibt es auf Mobilsicher.de

Briar: Höchste Sicherheit, wenig Komfort

Die Sicherheitsvorkehrungen des Messengers Briar machen seine Nutzung im Alltag eher unbequem. So anonym wie Briar ist dafür kein anderer Messenger. Die App-Nutzer kommunizieren über das anonyme Tor-Netzwerk und es fallen keinerlei Metadaten an. Den ganzen Text gibt es auf Mobilsicher.de

 

 

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 30. Juli 2019

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