Digitale Teilhabe ermöglichen

Als Ehrenamtliche in Altenpflegeeinrichtungen aktiv werden

Die Ehrenamtlichen werden bereits von vielen Einrichtungen mit Offenheit empfangen. Das liegt insbesondere daran, dass die Ehrenamtlichen immer direkt an die Lebenswelt der Menschen anknüpfen und gemeinsam mit ihnen schauen, wie die digitalen Medien den Alltag und die Lebensqualität der Personen verbessern können. Dabei knüpfen Sie eng an Interessen und Hobbies der Menschen an.

 

Wie können Ehrenamtliche in Altenpflegeeinrichtungen aktiv werden?

Egal ob die alte Heimat mit Google Maps bereisen, nach der Lieblingsmusik in Mediatheken suchen oder E-Mails verfassen: Die Ehrenamtlichen möchten die Chancen des Internets direkt erlebbar machen. Die Ehrenamtlichen können auch in einem Kurzvortrag erst einmal aufzeigen, welche Möglichkeiten das Internet überhaupt bietet. Die Angebote der Ehrenamtlichen sind sehr niedrigschwellig:  Sie möchten Berührungsängste abbauen, zeigen Schritt für Schritt den Umgang mit den Geräten (Wo macht man das Gerät an? Wie suche ich etwas im Internet? Wie kann man eine App runterladen etc.) und wiederholen das Gelernte mit viel Geduld. Die Ehrenamtlichen wurden in einer zweitägigen Ausbildung geschult und wissen worauf es beim Lernen im Alter ankommt. Es geht immer um die Bedürfnisse der Personen, die Ehrenamtlichen bringen den Interessierten nicht einfach irgendwas bei, sondern immer in Rücksprache mit den Interessierten. Es geht um das gemeinsame Entdecken.

Wir haben Ihnen folgend eine Liste zusammengestellt mit vielen Beispielen, die sich für den Einstieg in die digitale Welt eignen und die Ehrenamtliche gemeinsam mit Ihren Bewohner*innen entdecken können. So erhalten Sie einen Eindruck, wie Ehrenamtliche aktiv werden können. Passend zu jedem Thema finden Sie weiterführende Links und Anleitungen.

Digitale Kommunikation: Mails verschicken, Messenger-Apps und Videotelefonie nutzen

  • Durch Geräte wie Smartphones, Tablets und Laptops lassen sich über das Internet, auch gerade jetzt, digitale Besuche über Videotelefonie realisieren.
  • Ehrenamtliche können Bewohner*innen zeigen, wie man beispielsweise Nachrichten über WhatsApp verschickt oder eine Nachricht via E-Mail verschicken kann
  • Ausführliche Anleitungen zu Videotelefonie, Messengern und Co. finden Sie hier: https://www.silver-tipps.de/mit-angehoerigen-und-bekannten-digital-in-kontakt-bleiben/

Bilder mit dem Smartphone oder Tablet machen und verschicken

Virtuelle Spaziergänge mit Google Earth

  • Mit der Anwendung „Google Earth“ lassen sich virtuelle Spaziergänge realisieren
  • Die Ehrenamtlichen können mit den Bewohner*innen beispielsweise gemeinsam ihren Herkunftsort entdecken, ehemalige Urlaubsorte besuchen oder ganz neue Gegenden entdecken
  • Die Anwendung eignet sich gut, um mit den Personen ins Gespräch zu kommen und um Erinnerungen zu wecken
  • Einen Artikel mit allen Infos zu Google Earth finden Sie hier: https://www.silver-tipps.de/ausfluege-mit-google-earth-unternehmen/

Unterhaltung: YouTube, Mediatheken/Audiotheken und Weblogs

  • Das Internet bietet unendlich viele Möglichkeiten zur Unterhaltung
  • Die Mediatheken des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie viele Radiosender bieten Filme, Serien und Podcasts zum Hören an
  • Ehrenamtliche können mit den Bewohner*innen auf YouTube Videos zu allen möglichen Hobbys und Interessen, finden und beispielsweise nach Liedern von früher suchen und gemeinsam singen.
  • Über die Onleihe können sich Bewohner*innen Bücher ausleihen und auf einem Tablet lesen oder auch Hörbücher anhören

 Informieren im Netz (Suchmaschinen, Nachrichten, Lexikon etc.)

Noch nie ging es so schnell sich zu informieren, wie über das Internet

Die Ehrenamtlichen können gemeinsam mit den Bewohner*innen die verschiedensten Themen über eine Suchmaschine suchen und ihnen zeigen, wie man fündig wird

Spiele-Apps

Einfache Spiele können zum Türöffner werden, um sich mit einem Tablet oder Smartphone zu befassen und eignen sich bestens, um die Bedienung des Geräts zu üben.

Auguste: Auguste unterstützt das gemeinsame Hirnleistungstraining für Menschen mit Demenzerkrankungen. Zur Auswahl stehen fünf verschiedene Spiele.

https://play.google.com/store/apps/details?id=games.vollkorn.auguste&hl=de

NeuroNation: Mit dem wissenschaftlichen Gehirntraining von NeuroNation bringen Sie Ihr Gehirn Tag für Tag auf Trab.

https://play.google.com/store/apps/details?id=air.nn.mobile.app.main&hl=de

Auch Klassiker wie Schach, Skat, Sudoku gibt es als Apps

 

Weitere nützliche Links, Anleitungen und Lerneinheiten:

 

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 4. November 2020