Whistleblower

Jemand flüstert mit einer vorgehaltenen Hand ein Geheimnis aus.

Als Whistleblower wird eine Person bezeichnet, die der Öffentlichkeit Hinweise zu Missständen oder Verbrechen gibt. Wörtlich übersetzt bedeutet der englische Ausdruck so viel wie „in die Pfeife blasen“, übertragen „jemanden verraten“ („verpfeifen“). Weniger negativ werden im Deutschen auch die Begriffe „Hinweisgeber“ oder „Enthüller“ verwendet.

Oft geht es um Vorgänge in Unternehmen, in Politik, Verwaltungen etc., über die die Whistleblower beispielsweise über ihren Arbeitsplatz informiert sind. Indem sie diese geheimen Hinweise an die Öffentlichkeit bringen, sorgen sie zum einen für mehr Transparenz, zum anderen riskieren sie aber auch Nachteile oder gar Gefahren für das eigene Leben, weil ihnen ihr Arbeitsverhältnis gekündigt oder sie wegen Geheimnisverrat angeklagt werden können.

Als Whistleblower bekannt ist beispielsweise Edward Snowden. Der US-Amerikaner enthüllte geheime Informationen über das Ausmaß der weitweiten Überwachung von Geheimdiensten. Seine Informationen waren im Jahr 2013 der Auslöser für die sogenannte NSA-Affäre. Für sein Handeln erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, gleichzeitig lebt er im Asyl an einem unbekannten Ort in Russland, weil er sich in seiner Heimat unter anderem dem Vorwurf der Spionage stellen müsste.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 7. Juli 2016

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