App-Empfehlung

ARD Audiothek

Apps machen das Smartphone und das Tablet zur Bank, zum Kochbuch oder zur Bibliothek.  Jede App wirbt damit, die beste unter Tausenden von Angeboten zu sein. Um ein wenig Licht in das App-Angebot zu bringen, testet Hannah Ballmann regelmäßig eine neue App. Im Fokus stehen hierbei unter anderem die Funktionalität, der Datenschutz oder der verwendete Speicherplatz. In dieser Woche geht es um die ARD Audiothek.

Was bietet die App?

Im Namen der ARD Audiothek ist der Grundgedanke der App bereits verborgen. Die Audio-Bibliothek soll die besten Beiträge aus den Radiosendern der ARD verbinden und diese kostenlos als Podcast zur Verfügung stellen. Im Folgenden werden die einzelnen Funktionen der App näher betrachtet.

1. Verpasste Sendungen der ARD oder des Deutschlandradios nachhören

Die jeweiligen Radiosender und auch die angebotenen Sendungen sind übersichtlich angelegt. Eine kurze Beschreibung erklärt, worum es in der Sendung geht. Über die Menü-Punkte lassen sich einzelne Folgen oder auch die gesamte Sammlung speichern.

  • Auf der Startseite werden neue Beiträge vorgeschlagen

2. Sendungen abonnieren

Das Abonnieren einer Sendung ist ganz einfach. Durch das Tippen auf das Abonnieren-Kästchen wird ein Haken gesetzt, und die Sendung ist abonniert. Hier muss jedoch zugestimmt werden, falls die App Benachrichtigungen mitteilen darf. In diesem Fall ist es sinnvoll, um eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn eine neue Folge erscheint.

  • Das Abonnieren-Kästchen ist unter jeder Sammlung oder Sendung

3. Eine eigene Playlist anlegen

Auch das Anlegen einer eigenen Playlist, also einer persönlich angelegten Wiedergabeliste, ist nicht schwer. Einfach auf das + unter dem Sendungsbild tippen. Hier kann auch direkt eine neue Liste angelegt werden. Hierdurch können Podcasts nach eigenen Interessensgebieten sortiert und gespeichert werden.

  • In einer eigenen Playlist, lassen sich individuelle Themenschwerpunkte anlegen

4. Unterschiedliche Themen

Manchmal kann einen die Menge an Podcasts überwältigen, wenn man eigentlich nach einem bestimmten Thema sucht, aber alle Inhalte durcheinander angezeigt werden. Für diesen Fall wurde der Bereich „Themen“ angelegt, in denen die Beiträge in 22 Kategorien sortiert wurden. Liegt das eigene Interesse besonders auf Hörspielen oder mag man lieber Wissenssendungen? Hier findet man schneller, wonach man sucht.

  • Einzelne Beiträge sind nach Themen geordnet

5. Suchfunktion

Die Suchfunktion funktioniert ähnlich wie andere Suchleisten. Der Begriff wird eingegeben und man erhält die Ergebnisse, in denen dieser Begriff vorkommt. Praktisch: Es werden bereits beim Eintippen Ergebnisse vorgeschlagen. So erspart man sich gegebenenfalls ein umständliches Eintippen.

  • Die Suchleiste macht während der Eingabe bereits Vorschläge

6. Teilen, Downloaden und Streamen

Über die Menüpunkte in einer geöffneten Sendung lässt sich der Beitrag einfach teilen oder auch auf das eigene Gerät herunterladen. Letzteres ist praktisch, wenn man den Beitrag zu einem späteren Zeitpunkt hören möchte und sich nicht auf eine schnelle Internetverbindung verlassen kann. Das Hörspiel über die heimische Anlage abzuspielen wird dank der Stream-Funktion möglich. Dafür muss das Smartphone oder Tablet mit einer Bluetooth-fähigen Anlage verbunden werden.

Kosten

Die App ist kostenlos. Finanziert wird die App aus dem Rundfunkbeitrag.

Werbeanteil

Die App ist werbefrei und bietet auch keine In-App-Käufe an.

Datenschutz

Die Anwendung bezieht personenbezogene Daten, wie die IP-Adresse und sammelt Cookies. Diese werden nicht an Dritte weitergegeben. Genaueres zu den Nutzungsbedingungen findet sich in der App unter dem Punkt Datenschutz oder auf der ARD Website.

Speicher

Wenig Speicherverbrauch. Durch das Herunterladen von Audiodateien wird allerdings weiterer Speicherplatz benötigt.

Fazit

Die ARD Audiothek ist nach ein wenig Eingewöhnung einfach zu bedienen. Allerdings ist die Optik bei iOS übersichtlicher als bei Android. Es ist nicht notwendig, ein Benutzerkonto anzulegen. Die Datenschutzeinstellungen können von der Nutzerin oder dem Nutzer noch angepasst werden. Es gibt keine lästige Werbung und keine In-App-Käufe, denn die App wird aus den Rundfunkbeträgen finanziert. Die Anwendung belegt wenig Speicherplatz, außer es werden viele Audiodateien heruntergeladen.

 

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 12. April 2019

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