Projekt KImAge

Gemeinsam für Generationenfreundlichkeit

Schriftzug "Das beste Alter ist jetzt" vor wellenförmigen bunten Hintergrund

Wir alle haben Altersbilder in unseren Köpfen, d.h. Vorstellungen darüber, was es bedeutet, älter zu werden oder alt zu sein. Altersbilder spielen für uns und unsere Gesellschaft eine wichtige Rolle. Sie bestimmen unser Denken und Handeln und die Entscheidungen, die wir treffen. Auch beeinflussen sie unsere Entwicklung und Gesundheit und sogar unsere Lebenserwartung.

Vielleicht haben Sie schon einmal gedacht: „Dafür bin ich echt zu alt“? Im Gefühl zu alt für etwas zu sein spiegelt sich das wieder was Forscher:innen Altersbilder nennen. Altersbilder sind unsere Vorstellungen darüber, was es bedeutet älter zu werden, also wie man in einem bestimmten Alter zu sein oder sich verhalten sollte. Aber wo begegnet uns das Älterwerden und Altsein in unserem Lebensalltag? Wie bestimmen Altersbilder unsere Gesundheit und unser Miteinander? Das wollen Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf und ihr Team von der Hochschule Furtwangen herausfinden. Zu diesem Zweck haben Sie ein Forschungsprojekt gestartet, für das sie unser aller Mithilfe benötigen – das Projekt KImAge: KI-gestützte Systematisierung von Altersbildern.

Das Team des Forschungsprojektes KImAge an der Hochschule Furtwangen braucht Unterstützung
Für das Projekt sammelt das Forschungsteam Fotos von Situationen, in denen uns das Älterwerden begegnet. In welchen Momenten, Situationen und Begegnungen? Auf der Straße? In der Nachbarschaft? Im Ehrenamt? Bei Unternehmungen und Ausflügen? Bei Besuchen? Zuhause? Das können Fotos von Menschen, Dinge oder Situationen sein, die aufzeigen, wo uns das Alter(n) begegnet. Wer mitmachen möchte sammelt diese Fotos und lädt sie zusammen mit einem kurzen Kommentar in die Projektdatenbank hoch. Die Fotos werden dann systematisch ausgewertet, um die Altersbilder in unserer Gesellschaft zu erforschen. Und Mitmachen lohnt sich: denn die aussagekräftigsten Bilder werden prämiert. Außerdem werden die eigesendeten Fotografien auch in einer Wanderausstellung gezeigt. Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt und wie man genau mitmachen kann: www.kimage-hfu.de.

Und wozu das Ganze?
KImAge möchte Altersbilder im Alltag sichtbar machen. Die Fotos helfen, zu erkennen, welche Aspekte besonders im Fokus stehen und welche weniger oder gar nicht. So kann es gelingen, Blickwinkel zu erweitern und mit Vorurteilen und Klischees aufzuräumen. Es gilt aufzuklären und Altersdiskriminierung zu bekämpfen – damit das Altern in seiner Vielfalt wahrgenommen wird, die Alternsfreundlichkeit steigt und Brücken gebaut werden – zwischen Jung und Alt. Denn die Forschung zeigt bereits jetzt: wer positive Altersbilder hat, lebt im Schnitt bis zu 13 Jahre länger.

Das KImAge-Projekt wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert. In Kooperation mit der Informatik der Hochschule Furtwangen, wird ein KI-Modell trainiert, um die Auswertung der vielen Fotografien zu unterstützen. Dieses wird komplett offline eingesetzt und der Datenschutz gewahrt – daher müssen sich alle Teilnehmenden vorweg in der Datenbank anmelden und ein paar Fragen beantworten.

 

Bildnachweis: Grafik und Fotografie des Projekts KImAge

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 14. April 2026