Kontakt in Corona-Zeiten

Virtuelle Aktionen mit Enkelkindern

Corona belastet uns alle schwer und hat vor allem starke und bisher wenig erforschte psychische Auswirkungen. Auch Großeltern und ihre Enkelkinder sind davon betroffen, sollen sie doch ihren Kontakt so weit wie möglich reduzieren. Wer vorher täglich oder wenigstens an jedem Wochenende miteinander reden, spielen und toben konnte, muss nun ohne die geliebten Rituale auskommen. Doch diese müssen nicht gänzlich wegfallen!

Die Lösung besteht in den technischen Errungenschaften von Tablet, Smartphone und PC. Videotelefonie und WhatsApp, Facebook mit seinem Messenger oder einfach das Telefonieren lassen den Kontakt nie abbrechen. Vor allem Instant Messenger sind hier zu nennen: Mal schnell ein Video oder ein Foto an die Großeltern geschickt oder seitens Opa einen Gruß an das Enkelkind gesendet. So bleiben alle miteinander in Verbindung!

Oma und Opa sollten ausprobieren, wie sie das Tablet oder Smartphone am besten aufstellen können, damit sie zum Beispiel das Backen, Kneten oder ein Puppentheater-Spiel aufnehmen können. Auf der anderen Seite der Leitung sitzt das Enkelkind und kann zuschauen. Beide sprechen über Lautsprecher und Mikrofon miteinander und es ist fast so, als würde man diese Tätigkeit zusammen machen. Ist das Kind noch sehr klein, sollten dessen Eltern ein wenig helfen, die Verbindung zu den Großeltern herzustellen und auch zu halten, wobei das im doppelten Sinne gemeint ist.

Enkelkinder und Großeltern können auch beide aktiv werden und sind dabei virtuell miteinander verbunden. Beide Backen oder Kochen, beide stechen Plätzchen aus können einander zusehen. Sie können sogar zusammen Sport treiben, denn auch hier hilft die moderne Technik, dass beide in Kontakt bleiben können. Es gibt sogar Großeltern, die mit ihren Enkelkindern Schach oder Mensch-ärgere-dich-nicht spielen: Sie setzen die Figuren dann einfach so, wie es das Enkelkind sagt oder beide haben ein eigenes Spielbrett vor sich und setzen die Spielfiguren nach Anweisung des jeweils anderen.

Für viele Großeltern ist es schwer, sich mit der Digitaltechnik auseinanderzusetzen und sie haben es bisher vielleicht vermieden, allzu häufig am Computer oder Smartphone zu sein. Doch der Lohn der Mühen ist der aktive digitale Kontakt mit den Enkelkindern. Gemeinsame Erlebnisse, die geteilt werden können und die zu bleibenden Erinnerungen an eine mehr als verrückte Zeit werden. Für die Enkelkinder besteht der große Vorteil darin, dass sie immer noch mit ihren geliebten Großeltern in Kontakt bleiben und mit ihnen sprechen können.

Oma und Opa ziehen jedoch noch einen weiteren Vorteil aus der Sache: Die Fröhlichkeit der Enkelkinder ist ansteckend, die Kleinen wirken wie ein Jungbrunnen, der Lebendigkeit und Optimismus zu den Älteren bringt. Damit wird ein gewisses Maß an psychischer Stabilität sichergestellt, was wiederum für die Gesunderhaltung der Großeltern unverzichtbar ist. Und auch, wenn wieder der normale Alltag eingekehrt sein wird, profitieren Oma und Opa von dem neuen Wissen über die technischen Möglichkeiten!

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 26. Dezember 2020