Morgens Nachrichten hören, mittags ein Hörspiel genießen und abends beim Kochen die Lieblingsschlager laufen lassen. Alles auf demselben Gerät, oft kostenlos. Streaming macht es möglich. In diesem Artikel erfahren Sie, was es mit dem Online-Radio und dem Musik-Streaming auf sich hat.
Online-Radio: Der Lieblingssender überall dabei
Fast alle deutschen Radiosender senden heute auch über das Internet. Sie hören SWR4, Bayern 1 oder Deutschlandfunk genauso wie zuhause aber von unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. Das nennt sich Livestream (engl. für Sofort-Übertragung). Jeden Sender rufen Sie direkt auf seiner Website auf, zum Beispiel SWR3 unter www.swr3.de. Oder Sie nutzen die Webseite radio.de. Hier finden Sie beliebte Radiosender und Sender aus Ihrer Region.Radio.de ist kostenlos, spielt jedoch Werbung ein.
Wer alle Sender gebündelt möchte, ist mit der kostenlosen App ARD Sounds gut bedient. Sie vereint mehr als 40 Radioprogramme und bietet zusätzlich Podcasts (engl. für abrufbare Audiosendungen) und Hörspiele. Kostenlos und werbefrei. Ein Beispiel: der Krimi-Podcast „Knallhart – ARD-Thriller-Hörspiele“.
Musik-Streaming: Welcher Dienst passt zu mir?
Beim Musik-Streaming rufen Sie Songs, Alben oder Playlisten aus dem Internet ab. Sie suchen das Lied, welches Sie zuletzt vor Jahren im Radio gehört haben? Einfach den Titel oder Textzeilen in die Suchleiste eintippen und in die Musik eintauchen. Die meisten Dienste bieten zwei Modelle ab: eine kostenlose Version mit gelegentlicher Werbung und ein bezahltes Abo ohne Werbung. Die Abopreise liegen bei den großen Anbietern zwischen zehn und zwölf Euro pro Monat.
Vier große Anbieter
Spotify: Mehr als 100 Millionen Songs. Die kostenlose Version enthält Werbepausen. Fertige Playlisten wie „Schlager der 70er“ oder „Entspannung und Natur“ sind direkt abrufbar.
Deezer: Über 90 Millionen Songs, kostenlos nutzbar mit gelegentlicher Werbung. Die Funktion „Deezer Flow“ erstellt automatisch eine Playlist nach dem eigenen Geschmack.
Amazon Music: Für alle, die bereits Amazon Prime nutzen, ist eine Musikauswahl kostenlos dabei. Das Vollpaket kostet extra.
YouTube Music: Bietet neben Musik auch Konzertmitschnitte und Musikvideos. Wer ohnehin YouTube nutzt, kann YouTube Music dazubuchen.
Manche Anbieter ermöglichen neuen Nutzer*innen einen kostenlosen Probemonat. So können Sie das Angebot erst einmal testen und kündigen, wenn es nicht passt.
Fazit: Reinhören, aber bewusst!
Musik-Streaming macht das Hören so einfach wie nie. Wer kein Geld ausgeben möchte, startet mit ARD Sounds oder der kostenlosen Version von Spotify und Deezer. Musik-Streaming steht jedoch auch in der Kritik: Dienste wie Spotify sollen Künstler*innen nur sehr wenig vergüten.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat deshalb für den Frühsommer 2026 einen Runden Tisch mit Plattenlabels und Streamingdiensten wie Spotify, YouTube und Amazon einberufen, um eine gerechtere Vergütung auszuhandeln.
Der Grund: Mehr als zwei Drittel aller Musikschaffender können trotz Umsätze in Milliardenhöhe von ihren Einnahmen kaum leben.
Wer Künstler*innen bewusst besser unterstützen möchte, kann auf Dienste wie Tidal oder Qobuz zurückgreifen. Diese zahlen den Künstler*innen eine faire Bezahlung. Konzertbesuche und der Kauf von Alben sind eine weitere schöne Möglichkeit den oder die Lieblingsmusiker*innen zu unterstützen.
Quellen und weiterführende Links:
https://www.ardsounds.de
https://www.deutschlandfunk.de
https://www.spotify.com/de
https://www.deezer.com/de
https://music.youtube.com
https://music.amazon.de/
https://www.bietigheimerzeitung.de/inhalt.fair-fuer-kuenstler-musikstreaming-runder-tisch-soll-verguetung-klaeren.323f5815-abfb-4917-8ea3-c32e8acb3231.html
Bildnachweis: Suradin/istockphoto.com







