Das Heimnetzwerk

Von Zuhause aus ins weltweite Netz

Internetanschluß steckt in Telefonbuchse.

Über 54 Millionen Menschen in Deutschland sind mit dem Internet verbunden. Obwohl Smartphones und Tablets in aller Munde sind und den Zugang ins Internet von überall ermöglichen, haben die meisten Internetnutzer nach wie vor einen stationären Internetanschluss zu Hause. Ein Grund mehr, sich dieses Heimnetzwerk und seine Bestandteile genauer anzusehen.

Bei den meisten Internetnutzern laufen Internet- und Telefonanschluss über einen Anbieter, den sogenannte Provider. Häufig handelt es sich bei diesen Anschlüssen um einen sogenannten DSL-Anschluss, den es in verschiedenen Bandbreiten gibt. Die Bandbreite gibt die „Geschwindigkeit“ an, mit der Datenpakete übertragen werden. Je kleiner die Bandbreite ist, Tachodesto langsamer ist man also im Internet unterwegs, zum Beispiel beim Anschauen von Videos. Welche Bandbreite ein Anschluss hat, hängt davon ab, was der Anbieter technisch liefern kann, und natürlich davon, wie viel man für den Anschluss bezahlen möchte.

Neben dem DSL-Anschluss gibt es jedoch noch weitere Möglichkeiten. So haben auch die Kabelnetzbetreiber (z. B. Kabel Deutschland oder Unity Media) Internetanschlüsse im Angebot.

Wie funktioniert die Technik hinter dem Zugang zum weltweiten Netz?

Generell funktioniert der Weg des Internets in das eigene Zuhause folgendermaßen. Ein Anbieter – Kabelnetzbetreiber oder Telefonanbieter – sorgt dafür, dass entsprechende Signale ins Haus kommen und stellt damit eine Brücke zum weltweiten Netz her. Je nach Art des Anbieters unterscheidet sich die Art der Datenübertragung: Bei DSL wird das Telefonnetz, bei Internet über den Kabelanschluss das Kabelnetz genutzt. Zuhause steht dann meist ein sogenannter Router, der die ankommenden Datenpakete auf verschiedene Geräte verteilt, zum Beispiel zum Laptop, dem Stand-PC und zum Netzwerkdrucker, aber auch zum Smart-TV und zum Tablet. Meist im Router verbaut, selten auch noch separat, ist ein sogenanntes Modem. Das Modem dient dazu, die Signale so umzuwandeln, dass sie auch von allen beteiligten Geräten „verstanden“ werden können. Gerade bei DSL ist häufig noch ein Splitter involviert, der als eine Art Weiche dafür sorgt, die ankommenden Signale von Telefon und DSL aufzutrennen.

Der Router ist also das Herzstück des Heimnetzwerks, da er eine Verbindung von mehreren Geräten zum Internet zu Hause erst ermöglicht. Oft spricht man auch von einem lokalen Netzwerk, um eine Abgrenzung zum weltweiten Internet vorzunehmen.

Drahtlos oder per Kabel?

HeimnetzwerkUm die aus dem Internet ankommenden Datenpakete an die verschiedenen Geräte im Heimnetzwerk zu verteilen, stehen dem Router zwei generelle Übertragungswege zur Verfügung. Zum einen können Router und Gerät durch ein Netzwerkkabel miteinander verbunden und die Daten per Kabel transportiert werden. Zum anderen können die Daten auch drahtlos, also per Funk übertragen werden. Um diesen Unterschied deutlich zu machen, gibt es die zwei Abkürzungen LAN und WLAN. LAN steht für den englischen Begriff Local Area Network, meint also das lokale (Heim-)Netzwerk. WLAN steht für Wireless Local Area Network und bezeichnet damit die drahtlose Version des heimischen Netzwerks.

Voraussetzung für eine drahtlose Datenübertragung ist natürlich, dass sowohl Router als auch das entsprechende Gerät WLAN-fähig sind. Heute sind fast alle PCs, Laptops und Smartphones mit der Möglichkeit der WLAN-Nutzung ausgestattet. Ältere Computermodelle lassen sich zum Teil mit separaten WLAN-Karten oder -Sticks nachrüsten. Drucker und Multifunktionsgeräte können oft gegen Aufpreis in einer WLAN-fähigen Ausstattung gekauft werden. Bei der drahtlosen Übertragung spielt die Entfernung zum Router eine wichtige Rolle. Je weiter man sich vom Signalursprung entfernt, desto schwächer wird das Signal. Deshalb ist WLAN auf einen bestimmten Radius rund um den Router begrenzt, zum Beispiel im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung. Möchte man diesen Radius ausweiten, kommen Signalverstärker, sogenannte Repeater, ins Spiel.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 18. Juli 2014

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