Bankgeschäfte im Internet

Onlinebanking für Einsteiger

Tangenerator für Online- Überweisungen indem eine Geldkarte steckt.

Bankgeschäfte wollen wohl überlegt sein. Dies gilt auch für denjenigen, der über das Internet beispielsweise Rechnungen begleichen, Kontoauszüge einsehen oder Wertpapiere kaufen möchte. Manchmal lassen sich mit dem Umstieg auf Onlinebanking sogar Kosten sparen. Wichtig ist aber vor allem, die Risiken abzuwägen und auf alle Sicherheitsmaßnahmen zu achten. Doch, welche Möglichkeiten bietet Onlinebanking? Wie funktioniert es eigentlich? Und was sind die wichtigsten Tipps?

Welche Vorteile bietet Onlinebanking?

Wer nicht mehr gut zu Fuß ist oder weit von der nächsten Bankfiliale entfernt wohnt, für den kann das Erledigen von Bankgeschäften über den eigenen Computer eine echte Alternative sein. Viele Produkte, die Kreditinstitute ihren Kundinnen und Kunden in den Filialen verkaufen, können oftmals sogar günstiger über das Internet erworben werden, sogar bei derselben Bank. Beispiel Girokonto: Wer sein Konto auf Onlinebanking umstellt, kann je nach Anbieter durchaus 20 Euro im Quartal sparen.
Überweisungen und Daueraufträge lassen sich dann von zu Hause aus erledigen. Auch die Kontoauszüge können Nutzerinnen und Nutzer in einem elektronischen Briefkasten abrufen, sich diese dann ausdrucken oder nach Belieben elektronisch archivieren. Wer möchte, kann sich zudem Software für seinen PC kaufen oder Apps für seinen Tablet-Computer, die dabei helfen, den Überblick über die Kontobewegungen zu behalten, oder es sogar möglich machen, relativ einfach ein Haushaltsbuch zu erstellen.
Andere Beispiele liefern die Kredit- und Sparangebote der Banken: Der Online-Abschluss eines Autokredits oder die Wertpapierverwaltung können günstiger sowie der Zins für das Online-Festgeld höher sein.

Wie funktionieren Bankgeschäfte online?

Zunächst ist es erforderlich, bei der Bank seines Vertrauens Onlinebanking zu beantragen. Über die Bank erhält man die notwendigen Zugangsdaten, also einen Benutzernamen und ein Passwort. Damit gilt es, sich auf der dafür von der Bank eingerichteten Internetseite anzumelden.
Nach Eingabe von Benutzername und Passwort können Kundinnen und Kunden bereits alle wesentlichen Kontodaten einsehen. Für die Ausführung einer Transaktion, wie eine Überweisung oder ein Wertpapierkaufauftrag, ist allerdings die Eingabe einer Transaktionsnummer (TAN), also einer mehrstelligen Ziffernfolge, erforderlich. Dazu haben die Banken unterschiedliche Verfahren eingerichtet, über die sie bei der Beantragung ihre Kundschaft ausführlich informieren sollten. Folgende Verfahren für die TAN gibt es zurzeit:
Bei der Chip-TAN erfolgt die Anmeldung im Onlinebanking mittels Bankkarte mit Chip und einem zusätzlichen elektronischen Gerät (TAN-Generator). Dieses besitzt in der Regel ein Display, ein Ziffernfeld und einen Karteneinschub. Die TAN, mit der die Transaktion abgeschlossen wird, ermittelt der TAN-Generator per Zufall nach Eingabe der Bankkarte.
Bei der mTAN werden die erforderlichen Nummern an die bei der Bank hinterlegte Mobilfunknummer geschickt. Dazu muss die Kundin oder der Kunde also mobil erreichbar sein. Einige Banken verwenden auch noch Listen mit nummerierten TANs, die Verbraucherinnen und Verbraucher per Post erhalten. In diesem Fall fordert die Internetseite der Bank Kundinnen und Kunden dazu auf, eine bestimmte TAN aus dieser Liste einzugeben, beispielsweise die 62. TAN Nummer der TAN Liste.

Welche Risiken sind mit dem Verfahren verbunden?

Bei den Verbraucherzentralen gibt es nur wenige Beschwerden über Schadensfälle durch Missbrauch im Onlinebanking. Die Polizei, die solche Betrugsfälle bearbeitet, berichtet allerdings immer wieder von Betrugsversuchen und warnt vor zunehmender Kriminalität im Internet. So ist es beispielsweise möglich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher täuschend echt aussehende E-Mails mit gefälschtem Absender ihrer Bank erhalten, und wenn sie darauf reagieren, können die Zugangsdaten ausgespäht werden. Schadprogramme (Trojaner), die unbemerkt auf dem heimischen Computer installiert wurden, können ebenfalls die Zugangsdaten ausspähen. Beim mTAN Verfahren besteht die Möglichkeit, dass sich Kriminelle erfolgreich eine zweite SIM Karte im Namen der Kundin oder des Kunden bestellt haben und sich so Zugriff auf das Onlinebanking verschaffen, allerdings muss außerdem bereits das Passwort ausgespäht worden sein.

Wichtige Tipps

Die Banken erlegen ihrer Kundschaft eine ganze Reihe von Pflichten auf, um die Gefahr des Missbrauchs einzudämmen. Welche Pflichten einzuhalten sind, teilen die Banken auf Nachfrage mit oder sie sind in den Geschäftsbedingungen geregelt. Wichtig ist ein guter Schutz des Computers vor Viren und Trojanern durch entsprechende Schutzprogramme sowie durch ein aktuelles Betriebssystem. Wer das mTAN Verfahren nutzt, sollte keinesfalls dasselbe Gerät (Smartphone) sowohl für Onlinebanking als auch als Empfänger für Transaktionsnummern nutzen. Als sicherstes Verfahren gilt derzeit die Legitimation mittels Chip-TAN. Dies ist oft auch das teuerste Verfahren, weil Banken von ihren Kundinnen und Kunden verlangen, die dafür notwendigen TAN-Generatoren zu kaufen (Kostenpunkt rund 10 Euro).

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 1. Oktober 2014

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