Unterstützung bei der Schnäppchenjagd

Was sind Vergleichsportale?

Auf dem Bild liegen ein Apfel, eine Birne und eine Banane nebeneinander.

Vergleichen lässt sich vieles, zum Beispiel Größe, Geschmack oder Qualität. Beim Einkaufen spielt vor allem das Preis-Leistungsverhältnis eine wichtige Rolle. Die Auswahl an Produkten ist riesig und jede oder jeder möchte die leckerste Frucht im Dschungel der Angebote ergattern. Im Internet ist das nicht anders. Flüge, Möbel, Technik – inzwischen lässt sich fast alles im World Wide Web vergleichen. Um mehr Ordnung in das Angebots-Chaos zu bringen, gibt es sogenannte Vergleichsportale. Doch was vergleichen diese eigentlich und gibt es dort immer die besten Schnäppchen?

Vergleichsportale sind Internetseiten, die sich auf das Vergleichen bestimmter Produkte spezialisieren. Es gibt Websites, die zum Beispiel lediglich Flugtickets vergleichen, und andere, die eine Vielzahl von Produkten und Angeboten gegeneinander abwägen. Die Grundidee ist folgende: Potenzielle Käuferinnen oder Käufer gehen auf ein Vergleichsportal, geben den gewünschten Suchbegriff ein, also zum Beispiel „Fernseher“, und erhalten dann eine Übersicht über die Angebote von Online-Anbietern, mit Angabe der jeweiligen Preise. Man erhält alles auf einen Blick, sieht direkt das günstigste Angebot und muss nicht die einzelnen Internetseiten aufrufen, um die Preise im Einzelnen zu vergleichen.

Nicht nur der Preis ist ausschlaggebend

Manchmal sind den Kundinnen und Kunden andere Kriterien wichtiger als der Preis. Ein Flug kann zum Beispiel sehr günstig sein, dafür aber eine umständliche Flugstrecke nehmen. Dann hat man zwar Geld gespart, muss aber einen längeren Flug und eventuell mehr Umstiege in Kauf nehmen. Oder Stromanbieter locken mit geringen Beiträgen, haben aber eine sehr lange Vertragslaufzeit. Aus diesem Grund können bei den meisten Vergleichsportalen eigene Schwerpunkte festgelegt werden.

Um diesen Prozess übersichtlicher zu gestalten, können meist bis zu drei Produkte der gleichen Art ausgewählt und untereinander verglichen werden. In einer Tabelle lassen sich die Details einfach ablesen. Sucht man beispielsweise nach neuen Tellern, können Kriterien wie spülmaschinengeeignet, hitzebeständig und andere Informationen hilfreich sein. Die Details, die verglichen werden können, variieren je nach Produkt.

Preisverlauf und Preisalarm

Hilfreich kann auch die Funktion „Preisverlauf“ sein. Hier sieht man, wie sich der Preis des Produkts in den letzten Tagen und Monaten entwickelt hat. Mit etwas Geduld lässt sich so der richtige Zeitpunkt finden, um ein gutes Schnäppchen zu machen. Ist der Artikel noch zu teuer, ist der „Preisalarm“ eine praktische Funktion. Einfach eingeben, wie viel Geld man maximal ausgeben will, und abwarten bis der Wecker klingelt. Natürlich sollte der eingegebene Betrag realistisch sein – ein neuer Fernseher wird vermutlich nicht für 20€ zu haben sein. Um ein ungefähres Gefühl für einen realistischen Preis zu entwickeln, empfiehlt es sich also den Preisverlauf im Blick zu behalten.

Günstig bedeutet nicht gleich Trumpf

Womit machen Vergleichsportale aber ihren Profit? Sie erhalten ihre Einnahmen hauptsächlich durch Provision. Wird ein Produkt erstanden, müssen die Händler einen bestimmten Prozentsatz an das Vergleichsportal abgeben. Einigen sind diese Abgaben aber zu hoch, was sie wiederum aus dem Rennen wirft, denn sie werden erst gar nicht auf dem Portal gelistet. Daher kann man sich nicht darauf verlassen, eine Rangfolge vorzufinden, die alle Händler und ihre Angebote berücksichtigt.

Hat man erst mal ein verlockendes Angebot gefunden, empfiehlt es sich zusätzlich auf der Seite des Anbieters vorbeizuschauen und die Angaben des Vergleichsportals zu überprüfen. Manchmal sind die Preise aus dem Portal höher oder nur in gewissen Konstellationen preiswerter, zum Beispiel durch den Kauf mit einer ganz bestimmten Kreditkarte. Dabei versuchen Anbieter solcher Portale sich nach außen hin als objektiv und neutral zu präsentieren. Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) bezeichnet dies als gezielte Verbrauchertäuschung.

Tipp: Vorsicht vor Tracking

Tracking, zu Deutsch „Verfolgung“, ist eine gängige Methode die Wege der Nutzerinnen und Nutzer im Internet aufzuzeichnen, um diese Daten an Dritte weiterzugeben. Aus den gesammelten Informationen und Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher wird dann maßgeschneiderte Werbung erstellt. Tracking kann unter Umständen die Schnäppchenjagd erschweren: Die Internetseiten, unter anderem auch Vergleichsportale, merken sich durch sogenannte Cookies, nach welchen Produkten beziehungsweise Dienstleistungen Verbraucherinnen und Verbraucher suchen. Bei einem erneuten Aufrufen oder Suchen auf einer anderen Seite, kann es passieren, dass der Preis plötzlich steigt. Die Anbieter wissen, dass die Person diesen Flug buchen will und nutzen diese Tatsache aus, um den Preis zu erhöhen. Deswegen macht es Sinn, entweder die Seite noch einmal in einem anderen Browser aufzurufen oder die Cookies und den Browserverlauf zu löschen.

Weitere Tipps zu Vergleichsportalen gibt es hier.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 4. Dezember 2017

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