Datenschutz Skandal

Facebook in schlechtem Rampenlicht

Nicht zum ersten Mal steht Mark Zuckerberg mit seinem Unternehmen Facebook negativ im Rampenlicht. Den meisten Nutzerinnen und Nutzern ist bereits bewusst, dass die Begriffe Facebook und Datenschutz nicht unbedingt zusammenpassen. Doch der Skandal um die Datenfirma Cambridge Analytica sorgte auch in der Politik für Aufruhr – denn diese soll die US-Wahlen 2016 durch die Manipulation von Facebook beeinflusst haben.

Cambridge Analytica

Die Firma Cambridge Analytica ist ein Datenanalyse-Unternehmen, das von unterschiedlichen Anbietern Daten kauft, um diese für eine digitale Wahlbeeinflussung weiterzuverkaufen. Neben der US-Wahl 2016 wurden ebenfalls die Verfechter der Brexit-Kampagne von Cambridge Analytica unterstützt.

Skandal um Datenbeschaffung

Es ist kein Geheimnis, dass Cambridge Analytica Wahlen beeinflussen möchte. Der eigentliche Skandal liegt in der Beschaffung der Daten mehrerer Millionen Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer. Weder Facebook noch seine Mitglieder wussten, dass ihre Daten gespeichert, ausgewertet und für politische Werbekampagnen verwendet wurden. Dafür musste Mark Zuckerberg in London, Brüssel und Washington geradestehen und versichern, dass in Zukunft keine persönlichen Daten für politische Zwecke aus der Datenbank fließen können.

Warum es allerdings so lange gedauert hat, bis jemand diesen Missbrauch anspricht, ist noch unklar. Denn bereits kurz nach der Wahl Trumps wurde über eine mögliche Beeinflussung auf Facebook seitens Cambridge Analytica gemunkelt.

Laut der Zeit soll Mark Zuckerberg selbst Daten an die Analytik-Firma verloren haben.

In dem Artikel der Süddeutschen Zeitung wird der bisherige Verlauf des Skandals aufgezeigt und erklärt, wie Cambridge Analytica einen Persönlichkeitstest auf Facebook nutzte, um Daten abzuspeisen.

Auf Chip.de gibt es außerdem eine Anleitung, um herauszufinden, ob die eigenen Daten von Cambridge Analytica gespeichert wurden.

Dieser Artikel gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Datum: 12. April 2018

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